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Lübeck kämpft PDF Drucken E-Mail

(18. Juni 2010) Rund 14.000 Demonstranten protestierten am 16. Juni gegen die Schließung der Medizinischen Fakultät in Lübeck. Im Rahmen eines Sparpakets will die schleswig-holsteinische Landesregierung ab dem Wintersemester 2011/2012 den Studiengang Medizin an der Universität Lübeck abschaffen. „Die Schließung der Lübecker Medizinischen Fakultät bedeutet den schleichenden Tod der gesamten Uni; mit verheerenden Folgen für Stadt und Umland”, erklärt Matthias Salzenberg vom AStA der Uni Lübeck. “Die Vernetzung zwischen Uni und Wirtschaft ist exzellent und von struktureller Bedeutung für die Region Lübeck. Folglich sind die möglichen Einsparungen doppelt bis dreifacher Irrsinn, wenn man bedenkt, dass bei bestehendem Ärztemangel, die beste medizinische Ausbildung Deutschlands (laut CHE) dichtgemacht werden soll.

Die Entscheidung von Minister de Jager ist nicht nur nicht nachvollziehbar sondern schlichtweg gefährlich. Hier werden Strukturen irreversibel zerstört, die über Jahre hinweg aus  Steuergeldern aufgebaut wurden”, betont Salzenberg und fügt hinzu. “Deshalb fordern wir die sofortige Rücknahme der Schließungspläne und erkennbare Anstrengungen für den Erhalt der Hochschullandschaft Schleswig-Holsteins. Unsere Rettung darf nicht der Anfang vom Ende anderer Fakultäten oder Studiengänge sein. Und genau deshalb stehen wir hier heute zusammen und sprechen mit einer Stimme gegen die kurzsichtig und dumme Politik von de Jager und Co. Eine positive Komponente haben die geplanten Maßnahmen also: den Zusammenschluss der Studierendenschaften Schleswig-Holsteins.”


Für die Koordination des Protestes haben die Studierendenvertretungen eine Internetseite eingerichtet.

 

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