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Medizinstudierende: Studienplatzerhöhung nicht sinnvoll PDF Drucken E-Mail

JuNo-News27. Juli 2011 – Der drohende Ärztemangel in Deutschland lässt sich mit einer Erhöhung der Studienplätze im Fach Humanmedizin nicht sinnvoll bekämpfen. Diese Auffassung vertritt die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd). Der Verband begrüßt es daher, dass dieser Vorschlag im aktuellen Entwurf des Versorgungsgesetzes gestrichen wurde.

 

Laut einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier des bvmd ist es nicht sinnvoll, die Gesamtzahl an verfügbaren Ärzten zu erhöhen, um eine größere Zahl von ihnen in bestimmte unterversorgte Regionen zu locken. Zielführend sei es vielmehr, die Arbeitsbedingungen für die Ärzte zu verbessern.


Die Medizinstudierenden befürchten, dass die Ausbildungsqualität leidet, wenn die Zahl der Studienplätze steigt. Die zusätzlichen Kosten bei einer Erhöhung der Studienplätze wären erheblich, weil das Medizinstudium das teuerste Studium in Deutschland sei.


Auch die Prüfungskultur könnte laut bvmd erheblich leiden. Alternative Prüfungsformen seien mit einer größeren Anzahl von Studenten nur noch schwer durchführbar, weil weder Personal in ausreichender Anzahl zur Verfügung stünde, noch die entsprechende Infrastruktur vorhanden wäre, also Hörsäle, Seminarräume, Praktikumsplätze und anderes.

Das vollständige Positionspapier könnt Ihr hier nachlesen!

 

© 2010 Deutsche Gesellschaft für Neurologie/Junge Neurologen