Zukunft braucht Neurologen! (c) fotolia/Yuri Arcurs

Schlaganfall, Parkinson, Migräne oder Multiple Sklerose – neurologische Erkrankungen können jeden treffen.


Die Aufgaben der Neurologie nehmen zu

Das Gehirn ist das eine Organ, das noch viele Erkenntnisse für die Medizin preiszugeben hat. Die intensive Erforschung neurologischer Erkrankungen bringt laufend eine Vielzahl neuer Therapien hervor, die allein in Deutschland jährlich zehntausenden Menschen das Leben retten, genauso viele vor schweren Behinderungen bewahrt und Millionen chronisch kranken Patienten die Lebensqualität verbessert und das Leben verlängert. Da der Altersdurchschnitt der Bevölkerung rasant ansteigt, werden auch zunehmend Neurologen gebraucht, die sich um Demenzkranke, Schlaganfallpatienten und Patienten mit anderen typischen Alterskrankheiten kümmern. Auf diese Weise übernehmen Neurologen eine immer bedeutendere Rolle im Zusammenspiel der medizinischen Versorgung durch die verschiedenen Fachdisziplinen ein.

Das Ziel: mehr Studierende in die Medizin, mehr Mediziner in die Neurologie

Die Anzahl neurologischer Ärzte hat sich in den vergangenen 20 Jahren auf nun über 6000 verfünffacht. Das ist eine beeindruckende Zahl und zeigt die stets wachsende Bedeutung der Neurologie. Tatsächlich hat die Neurologie einen nie gekannten Zulauf: Im Jahr 2014 war die Neurologie das prozentual am stärksten wachsende klinische Fach in der Medizin. Dennoch ist der Mangel an jungen Nachwuchskräften fast überall spürbar, denn die Zahl der Patienten wächst in gleichem Maß. Im Jahr 2014 erhielten erstmals mehr als 500 neue Fachärztinnen und Fachärzte ihre Zulassung - nach einer Hochrechnung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wären aber mindestens 600 pro Jahr notwendig, um den wachsenden Bedarf zu decken. Trotz der Erfolgsgeschichte Neurologie ist ein Schlüssel zu einer besseren Patientenversorgung der Faktor Mitarbeiter. 

So arbeiten die Fachgesellschaft, die Berufsverbände und die Jungen Neurologen an einem gemeinsamen Ziel: Mehr Studierende für das Zentrale Nervensystem zu begeistern und mehr junge Mediziner für eine Facharztausbildung in der Neurologie zu gewinnen.

Junge Medizin mit Zukunft

Die Neurologie ist unter den medizinischen Fachbereichen eines der jüngsten Fächer. Genau zwei Drittel der Kolleginnen und Kollegen sind unter 50 Jahre alt. Im Jahr 2014 haben erstmals mehr als 500 Mediziner ihren Facharzt absolviert. Vor der intensiven Nachwuchsarbeit der DGN lag diese Zahl bei jährlich rund 400. Einer Hochrechnung der DGN zufolge müssen in den kommenden zehn Jahren mindestens 600 Kolleginnen und Kollegen pro Jahr ihren Facharzt absolvieren, damit eine ausreichende Versorgung der Patienten gewährleistet ist.

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Neurologie: Das schnellste prozentuale Wachstum in der Medizin

Von der Bundesärztekammer waren 1993 noch 1.270 Neurologinnen und Neurologen erfasst – etwa 20 Jahre später hat sich mit 6.095 die Zahl fast verfünffacht.

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