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Bericht eines „sehr erfolgreichen Tages in der Neurologie“ am Klinikum Minden
 
Dein_Tag_1_webNachdem die Vertreter der Fachschaften eine Einladungsmail an die Semesterverteiler weitergeleitet hatten, war unsere Veranstaltung in wenigen Stunden ausgebucht!

Zehn Studierende von den Medizinischen Fakultäten der Universitäten Münster und Hannover waren am Samstag, den 03. Dezember 2011 eingeladen, einen Tag in der Neurologischen Klinik des Johannes Wesling Klinikums zu verbringen. Nach der Begrüßung gab Chefarzt Prof. Dr. Schellinger einen Überblick über die aktuellen Karrieremöglichkeiten im Fach Neurologie und gab den Nachwuchsärzten viele konkrete Tipps zur Laufbahnplanung. Simone Jenniges, Michael Schwarze, Dr. Jan Schubert und Dr. Jörg Glahn waren als Oberärzte der Klinik dann dafür verantwortlich, in Kleingruppenarbeit Patienten zu untersuchen und Krankheitsbilder Dein_Tag_2_webdurchzusprechen. Es entwickelten sich sehr lebhafte und fruchtbare Diskussionen der überaus motivierten Teilnehmer. Unter der Anleitung von Dr. Glahn konnten die Studierenden nach einer kurzen Anleitung auch gegenseitig erste Versuche bei der duplexsonographischen Untersuchung der hirnversorgenden Blutgefäße unternehmen. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten positiv bewertet und wird mit Sicherheit wiederholt werden.

Dr. Jan Schubert, Oberarzt in der Neurologie am Klinikum Minden



Prof. Dr. med. Andreas EngelhardtEinen ganzen Tag lang standen Ärzte vom Evangelischen Krankenhaus Oldenburg interessierten Studenten (7.-9. Semester) beim „Tag in der Neurologie“ Rede und Antwort. Zehn angehende Ärzte aus Göttingen und Münster nutzten die Chance, Eigenheiten und Besonderheiten des Fachs Neurologie kennenzulernen. Prof. Dr. Andreas Engelhardt, Chefarzt der Neurologie im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, fasst die wichtigsten Stationen zusammen.

 

„Start war um 9 Uhr. Alle Studenten hatten zunächst Gelegenheit, die Räumlichkeiten an der Klinik kennenzulernen. Nach Einführung in das Fach und Berufsbild des Neurologen (unter Mitwirkung eines im MVZ tätigen Neurologen) luden wir die Studenten ein, bei einer klinischen Visite dabei zu sein. Wir stellten ihnen ausgewählte Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern vor. Darunter Schlaganfall, Gangstörungen, Myasthenie. Auch einen Blick auf die Abläufe der Stroke Unit konnten die Teilnehmer werfen.


Beim gemeinsamen Mittagessen wurde dann lebhaft und interessiert diskutiert. Viele Teilnehmer nutzten intensiv die Gelegenheit, uns nach dem klinischen Alltag zu befragen. Anschließend gaben zwei Oberärzte Einblicke in Untersuchungsmethoden. Die Studenten erfuhren beispielsweise wie eine Doppler-Sonographie durchgeführt wird.

Den Abschluss des Tages bildeten (bei Kaffee und Kuchen) sehr herzliche Gespräche, insgesamt war es ein ernsthafter Dialog zwischen Neurologen und potenziellen Nachwuchskräften. Fahrtkosten und Verpflegung wurden dankenswerter Weise von der Klinik erstattet.

Die Studenten waren begeistert und wünschten sich auf jeden Fall eine Wiederholung. Meine Empfehlung: Unbedingt sollten die Fachschaften die Einladung über eine E-Mail (Semesterverteiler) an die Studenten schicken. Ich denke, auch für Lehrkrankenhäuser dürfte es möglich sein, eine derartige Veranstaltung ein- oder zweimal jährlich durchzuführen.“



w_esserVon sehr positiven Erfahrungen berichtet auch Dr. Wolf Esser, Leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe:

„In kürzester Zeit haben sich viele Studenten angemeldet und mit zehn Personen haben wir dann den Tag mit viel Spaß und Engagement durchgeführt“, so Esser. Eine Schwierigkeit war im Vorfeld jedoch, die Studierenden über das Angebot zu informieren, sie also an der Fakultät zu erreichen. Als dies gelungen war, meldeten sich rasch Interessierte an.

Esser schildert den Ablauf: „Den Tag in der Neurologie haben wir 2010 im März und Oktober durchgeführt. Nach der Begrüßung wurde zunächst die Zukunftsperspektive für Neurologen besprochen. Im Anschluss daran erfolgten Fallvorstellungen, in denen der Schwerpunkt auf die Akutneurologie gelegt wurde. Nach Kennenlernen der Neurologischen Klinik mit Blick auf die Stroke Unit, Intensivstation, Notfallaufnahme und die Funktionsbereiche sowie anschließendem gemeinsamem Mittagessen mit großer Diskussionsfreudigkeit fand ein bedside-teaching in Kleingruppen statt.

Beim Abschlusskaffee mit Prof. Dr. med. Georg Gahn als Klinikdirektor diskutierten die zehn Freiburger Studenten lebhaft und stellten viele Fragen, von der Weiterbildung bis hin zur Arbeitsbelastung in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Selbstverständlich wurden für den "Tag in der Neurologie" Fahrt- und Verpflegungskosten übernommen.“

 

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