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Junge Neurologen auf dem ENS-Kongress 2010 in Berlin PDF Drucken E-Mail

JuNos_ENS-Kongress-2010Über 3000 Teilnehmer aus 83 Ländern trafen sich vom 19. bis 23. Juni 2010 in Berlin zum 20. Kongress der Europäischen Neurologischen Gesellschaft (ENS). Die vielen Highlights des wissenschaftlichen Programms im futuristischen Berliner ICC und die gemeinsamen Unternehmungen in der lebendigen, multikulturellen Hauptsadt bei schönstem Sommerwetter hinterließen unvergessliche Erinnerungen und nicht wenige neue Freundschaften.

 

Die Aktivitäten junger Neurologen auf dem Kongress
EAYNT (European Association of Young Neurologists and Trainees) – eine unabhängige non-profit Organisation, die die Perspektiven von jungen Neurologen auf europäischer Ebene durch Informationen über Stipendien, Organisation von Workshops und Vernetzung untereinander verbessern möchte – koordinierte die Aktivitäten des neurologischen Nachwuchses auf und abseits des Kongresses:


Über 150 Teilnehmer – von welchen viele mit einem von der ENS vergebenen Reisestipendien für junge Neurologen angereist waren – lauschten während der traditionellen EAYNT-Session den spannenden Vorträgen von Professor Marianne Dieterich zum Thema "Red flags in the work-up of patients with vertigo" mt vielen Tipps und Tricks zu Diagnostik bei Schwindelpatienten und Professor Gustave Moonen (Liege/Belgien) zum schwierigen Thema Hirntod und Erfahrungen im Umgang mit schwerst erkrankten Patienten und deren Angehörigen: "How to cope with end-of-life decisions – experience of a senior physician“.

Die ehemaligen EAYNT-Präsidenten Dr. Johann Sellner aus München und Dr. Walter Struhal aus Linz/Österreich informierten die jungen Kollegen über kommende Stipendien und fellowships. Besonders interessant war der Vortrag über Unterschiede der neurologischen Facharzterfordernisse und Ausbildung in Europa, welcher  untermauerte, wie wichtig eine Angleichung der Standards und Harmonisierung der Ausbildung auf europäischer Ebene ist. In diesem Zusammenhang berichtete Dr. Walter Struhal über die erst 2009 eingeführte Prüfung der European Board of Neurology (EBN). Es handelt sich um eine Möglichkeit einer Überprüfung der neurologischen Kenntnisse („Europäischer Standard“) mit dem langfristigen Ziel, eine Alternative zur nationalen Facharztprüfung anzubieten (derzeit nur in Österreich realisiert).

Gemeinsamer Besuch der Charité und social event

Natürlich sollten auch Spaß und interkultureller Austausch nicht zu kurz kommen. Auf Einladung von Professor Matthias Endres nahmen über 60 junge Kollegen an der Führung durch die Virchow-Klinik der Charité mit Farid Salih, unserem Kollegen vor Ort, teil und lernten den berühmten Ort kennen, wo bereits Carl Friedrich Westphal (1833-1890), Wilhelm Griesinger (1817-1968), Hermann Oppenheim (1858-1919) und Carl Wernicke (1848-1905) Geschichte schrieben. Gemeinsam ging es im Anschluss in die Berliner Kneipenszene, und zwar ins "Klärchen's Ballhaus", um den Abend ausgelassen und fröhlich ausklingen zu lassen.

Weitere Aktivitäten auf dem ENS 2011 in Lissabon schon in Vorbereitung
Insgesamt ließ das breitgefächerte wissenschaftliche Programm des Kogresses einen jeden Jungneurologen neue und spannende Themen für sich entdecken. Die Stimmung war locker und offen, bei Kaffee und Kuchen wurde so  manche Diskussion entfacht und so mancher Kontakt mit Kollegen aus verschiedensten Ländern geknüpft. So konnte man übrigens neben Englisch, der offiziellen Kongressprache, ganz nebenbei sämtliche Fremdsprachenkenntnisse auffrischen.

Diese erlebnisreichen, spannenden, fröhlichen und unvergesslichen Tage sollen den neurologischen Nachwuchs nicht zum letzten Mal zusammengeführt haben. Aufgrund des großen Erfolges und auf zahlreiche Nachfragen nehmen die Jungen von der EAYNT weitere Aktivitäten in Angriff: auf dem 21. ENS-Kongress in Lissabon, 28.-31.Mai 2011, ist u. a. der Workshop „Pimp your residency“ geplant – mit Tipps und Informationen zu Aus- und Weiterbildung auf europäischem Niveau, Bewerbung und e-learning (Unkostenbeitrag: 20 Euro). Außerdem steht ein gemeinsamer Besuch des Santa Maria-Krankenhauses der Universität Lissabon auf Einladung von Professor Jose Ferro  auf  dem Programm.

Es gibt wieder Reisestipendien für ENS 2011!

Übrigens sind derzeit wieder Reisestipendien für ENS2011 in Lissabon ausgeschrieben, welche nicht nur die Kosten für die Übernachtung während des gesamten Kogresses beinhalten, sondern auch drei Teaching Kurse! Wissenschaftlich erfahrenere Kollegen haben außerdem die Möglichkeit, sich als poster chair auf der Posterausstellung zu bewerben!

Nähere Informationen gibt’s auf www.eaynt.org und www.congrex.ch.

Natürlich ist jeder, der mitmachen möchte und als Teil des Teams in Lissabon dabei sein will, herzlich willkommen! Bei Interesse Anfragen bitte an:

Natalja Holler: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

EAYNT-office: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

In diesem Sinne:

GET TOGETHER, ENJOY THE CONFERENCE AND STAY IN TOUCH!


Natalja Holler

 

© 2010 Deutsche Gesellschaft für Neurologie/Junge Neurologen